Freiwilliges Soziales Jahr beim TSV Buchen

Buchen. „Neuland“, dieser Begriff gilt für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das die Buchenerin Miriam Neidig jetzt beim TSV 1863 Buchen beendet, gleich in doppelter Hinsicht, denn für den Verein war es die erste FSJlerin überhaupt in der langen Geschichte des TSV und auch die Absolventin selbst wusste am Anfang nicht so wirklich was die neue Tätigkeit so alles mit sich bringen würde. Jetzt nach einem Jahr vieler neuer Erfahrungen ziehen beide Seiten ein positives Fazit. TSV-Vorsitzender Kurt Bonaszewski lobt die erste FSJlerin im Verein: „Miriam hat sich gut eingebracht. Sie ist zuverlässig, freundlich und flexibel. Und das in vielen Funktionen. Sie war Übungsleiterin, Springerin im Notfall und Organisatorin, alles in einem, so haben wir sie in vielen Bereichen einsetzen können.“ Zufrieden äußert sich auch die 20-jährige Miriam Neidig, die viel Neues kennen gelernt habe und für sich selbst eine gute Weiterentwicklung konstatiert. Hier das Interview, das die RNZ mit ihr führte.
> RNZ Hallo Miriam, wie bist du eigentlich darauf gekommen, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen?
Miriam Neidig: Eine Freundin von mit hat ein FSJ gemacht, allerdings nicht bei einem Sportverein, sondern bei den Johannes-Anstalten. Sie fand es ganz interessant. Mein Handball-Trainer Helmut Ebert hat mir dann gesagt, dass es das FSJ auch für Sport gibt. Und weil ich Sport mag und auch gerne mit Kindern arbeite, habe ich gedacht, das könnte was für mich sein.
> RNZ: In welchen Bereichen warst du eingesetzt?
Miriam Neidig: Ich habe die Trainer in fast allen Sportarten des Vereins unterstützt, teilweise das Training selbst geleitet, bei großen Sportveranstaltungen, wie dem LBS-Cup geholfen und bei Kooperationen in der Jakob-Mayer.-Grundschule und drei Kindergärten mit den Kleinen Sport gemacht.
> RNZ: Konntest du auch schon erste Erfolge sehen?
Miriam Neidig: Ja, man hat beispielsweise von Woche zu Woche gesehen, dass die Basketball-Minis und die jungen Fechter unheimlich Fortschritte machen und den Schülern der Grundschule hat es sichtlich viel Spaß gemacht, sich zu bewegen.
> RNZ: Du hast den Verein ja schon gekannt, du spielst Handball beim TSV. War das ein Vorteil für dich?
Miriam Neidig: Ja schon, zum Beispiel beim Aufwärmprogramm, das ist bei allen Ballsportarten ähnlich, aber ansonsten gilt natürlich: Der TSV ist nicht nur Handball, bei sieben Sparten und 14 Sportarten ist Einiges geboten.
> RNZ: War die Zusammenarbeit mit den Funktionären und Trainern des TSV gut?
Miriam Neidig: Ja, ganz sicher, alle waren sehr nett zu mir und haben mir bereitwillig geholfen. Die Zusammenarbeit war echt toll.
> RNZ: Kannst du für deinen weiteren Lebensweg das Jahr beim TSV nutzen.
Miriam Neidig: Ja auf jeden Fall, ich werde Sportmanagement und Betriebswirtschaftslehre in Künzelsau studieren. Da kann ich die Erfahrungen aus diesem Jahr gut einbringen.
> RNZ: Am 1. September fängt deine Nachfolgerin ihr FSJ beim TSV Buchen an. Hast du einen Tipp für sie?
Miriam Neidig: Gleich mehrere, man muss immer gut vorbereitet sein und gerade am Anfang ist auch Ruhe bewahren ganz wichtig. Wenn man nervös wird, geht eher etwas schief. Und eines ist bei der Arbeit mit den Kindern ganz wichtig, man muss ihnen gleich zeigen wer der Chef ist, sonst tanzen sie einem auf der Nase herum.
> RNZ: Die letzte Frage, würdest du, wenn du noch einmal davor stehen würdest, wieder ein FSJ beim TSV Buchen machen?
Miriam Neidig: Ja, ganz sicher, ich habe ganz viele tolle Erfahrungen gemacht, die Leute waren nett, es hat Spaß gemacht und ich bin durch diese Tätigkeit auch ein Stück eigenständiger geworden.



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